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Danke

Adrian Stalder 14.04.2012

Liebe Sportfreunde

Letztmals wende ich mich in unserer Vereinszeitschrift als Präsident an euch. Vor rund 15 Jahren konnte mich der damalige Präsident Daniel Sollberger dazu bewegen dem Vorstand beizutreten. Ein paar Jahre verstrichen und um mich herum legte einer nach dem anderen sein Vorstandsamt nieder. Eine ausserordentliche Vereinsversammlung folgte, welche aber auch keinen Freiwilligen als Präsidenten hervorbrachte. Es war also mir vergönnt in die Bresche zu springen, um einen neuen Vorstand zu bilden. Für zwei Jahre wollte ich als Übergangslösung den Schaden in Grenzen halten und nach neuen Köpfen umschauen.

Es sind nun ein paar Jahre mehr dazu gekommen, wie ihr ja alle bestens miterlebt habt. Zu Hause verkaufte ich die Angelegenheit immer unter: „gute Erfahrungen sammeln, die man im Job auch anwenden kann“. Zu diesem stehe ich auch heute noch. Den wesentlichsten Unterschied zum Geschäft habe ich in der Führung kennengelernt. Wo es im Job nach klaren Worten ohne Besserung auch einmal zu einer Trennung kam, hat dies in der Vereinswelt kaum Konsequenzen. Vielmehr ist Pflegen und Hegen der Beziehungen, des Wohlbefindens jedes Einzelnen angesagt. Nicht jedes „Mödeli und jedes Gringli“ möchte man dulden und dennoch muss man auch mangels Alternativen einen gemeinsamen Weg finden. Diplomatisch bleiben und die richtigen Worte wählen, um allenfalls eine Besserung herbeizuführen oder ein Verhalten zu korrigieren.

Der andere wichtige Aspekt in einem Verein wie dem unseren ist das Beziehungsnetz. Darunter verstehe ich vor allem den Draht zu den Mitgliedern zu haben und zwar zu Jung und Alt. Man muss sie spüren, man muss sie kennen, man muss wissen, wie sie funktionieren, wo ihre Stärken liegen, welche Bereitschaft sie mitbringen, welche Gesinnung sie haben und bei wem ich welche Unterstützung bekomme. Nur die Dialogfähigkeit und Beziehungspflege bringt den Erfolg. Alle sind freiwillig hier, alle kommen und gehen, wann sie wollen. Man verdient sich hier nicht den Lebensunterhalt, sondern will mit mehr oder weniger sportlichem Ehrgeiz und Engagement in einer guten Atmosphäre unter Kollegen etwas Gutes in seiner Freizeit tun. Gesellschaftlich eingebunden „eifach e gueti Zyt ha“.

Damit wir alle unseren Spass haben können, damit wir unsere Abgaben und Ausgaben begleichen können, damit wir unsere Infrastruktur erhalten und gar ausbauen können, damit unsere Kinder das Fussball-ABC bei uns erlernen dürfen, damit eine multikulti Gesellschaft ihre Freizeit bei uns verbringen kann, braucht es Strukturen, Regeln und viele HelferInnen, Schiedsrichter, Gönner, Sponsoren, Trainer und Funktionäre. Das alles kommt nicht einfach von alleine.

Zuwachs ohne Ende hat seine Gründe! Wir sind ein besonderer Verein. Wir machen etwas besser als andere. In all den Jahren hatte ich das grosse Glück tolle Menschen kennenzulernen, die sich sehr engagiert für unseren Verein einsetzen. Ich wurde stets von motivierten Vorstandsmitgliedern, die etwas bewegen und verbessern wollten, begleitet und unterstützt. Wir vom Vorstand wiederum haben eure Unterstützung in guten und auch in schlechteren Situationen erhalten.

In diesem Verein hat es Leidenschaft, viel Herzblut und Emotionen, für welche es sich lohnt sich einzusetzen. Die Vereinstreue die blau-weissen Farben zu tragen bedeutet uns etwas. Wir sind vereinsaktiv auch ausserhalb der sportlichen Aktivitäten. Es ist eine Freude, wie ein Grossteil von euch dem Verein, je nach Fähigkeit und Interesse als Helfer, Trainer oder als Funktionär auch wieder etwas zurückgibt, wovon dann wiederum die nächste Generation profitieren kann. Es lohnt sich hier einzubringen und etwas Gutes zu tun.

Finanziell, organisatorisch und personell so gut wie kaum einmal aufgestellt, feiern wir nun unser 40-jähriges Bestehen. Im Voraus kann ich sagen, dies wird bestimmt ein Hammer, weil wiederum die richtigen Leute am richtigen Ort sich für uns einsetzen. Ein junger Verein mit einer beachtlichen Vereinsgrösse feiert also Geburtstag.

Eingedeckt mit wertvollen Erlebnissen wünsche ich mir nun für meinen Nachfolger Juan-Carlos Gonzales eure ganze Unterstützung. Nur gemeinsam können wir Erfolg haben.

Abschliessend danke ich nun allen für die schönen Erlebnisse. Für die Unterstützung durch die zahlreichen Helfer, Sponsoren, Gönner, Funktionäre, Trainer, Clubmitglieder und der Gemeinde Oberburg finde ich kaum die richtigen Worte. Viele Dank für alles!

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich alles Gute, beste Gesundheit, viel Bewegung und Lebensfreude. Auf bald auf unserem Spori!

 

 

Adrian Stalder, Präsident FC Blau-Weiss Oberburg