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Zusammenarbeit nun auch bei den Aktiven

smh 17.08.2015

Seit Beginn der an diesem Wochenende angelaufenen Saison arbeiten der FC Blau-Weiss Oberburg (3. Liga) und der FC Hasle-Rüegsau (4. Liga) noch enger zusammen. Nachdem sie seit mehreren Jahren bereits bei den Junioren sowie bei den Senioren und Veteranen eine enge Partnerschaft pflegen, weiteten die beiden Vereine ihre Zusammenarbeit nun auch im Aktivbereich aus.  

Bereits seit zwei Jahren besteht zwischen den beiden Klubs eine Gruppierung, in der Spieler – ohne transferiert zu werden – problemlos ausgetauscht werden können. Erst mit dieser Saison wird die Gruppierung in der Praxis aber auch „gelebt“. Mit der engeren Zusammenarbeit sollen Synergien genutzt und die Mannschaften sportlich gestärkt werden.  

Zusammen treten die beiden Klubs mit vier Aktivteams an, einem in der 3. Liga, einem in der 4. Liga und zweien in der 5. Liga, wobei die beiden Equipen in der 5. Liga grundsätzlich autonom bleiben. Im Vergleich zur letzten Saison ist das eine Mannschaft weniger; die beiden im Frühling in die 4. Liga aufgestiegenen Teams wurden in diesem Sommer zusammengelegt.  

Trainiert werden die erste und zweite Mannschaft von Daniele Nocera (3. Liga) und André Nievelstein (4. Liga). Nocera hat in der Vergangenheit in Oberburg wie auch in Hasle-Rüegsau bereits erfolgreich als Trainer gearbeitet. Auf diese Saison hin kehrte er nun zu „seinen“ Vereinen zurück. Nievelstein trainierte davor die 4.-Liga-Mannschaft von Oberburg.  

Formell läuft Noceras erste Mannschaft unter dem FC Blau-Weiss Oberburg, Nievelsteins zweite Mannschaft unter dem FC Hasle-Rüegsau. Die Gruppierung soll aber von beiden Vereinen auch äusserlich gelebt werden. So werden auf neuen Trikots der beiden Teams künftig die Logos von beiden Klubs aufgedruckt sein, die Meisterschafts-Heimspiele der beiden Mannschaften finden künftig abwechslungsweise sowohl in Oberburg als auch in Hasle-Rüegsau statt. Auch trainiert wird an beiden Orten.  

Neuland betreten der FC Blau-Weiss Oberburg und der FC Hasle-Rüegsau mit der Zusammenarbeit nicht. Im Nachwuchs besteht (zusammen mit dem FC Zollbrück) seit Jahren eine Gruppierung, die unter dem Namen „ÄmmeTeam“ sehr erfolgreich läuft. Und seit einigen Jahren spannen die Klubs (zusammen mit dem SC Burgdorf) auch bei den „Altherren“ zusammen.  

Aufgrund der guten Erfahrungen bei den Junioren einerseits und der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Vereinen andererseits besteht die Idee einer engeren Zusammenarbeit im Aktivbereich bereits seit mehreren Jahren. Aber erst in diesem Winter wurde das Projekt konkret. Eine Arbeitsgruppe mit je zwei Vertretern der beiden Klub-Vorstände arbeitete ein Konzept aus und legte dies an einem Informationsabend den Spielern vor. Weil von diesen keine negativen Stimmen kamen, setzten die beiden Klubs das Projekt nun um.  

In die neue Saison startete die Gruppierung an diesem Wochenende nicht ganz optimal. Siegreich vom Platz ging die erste Mannschaft, die auswärts in Ersigen souverän mit 4:0 gewann. Eine Niederlage musste dagegen das „Zwöi“ in der 4. Liga einstecken. Trotz einer starken Leistung verlor das Team von André Nievelstein das Derby gegen Absteiger Sumiswald mit 1:2.   Sandro Mühlebach (smh)