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FC Aarwangen - 1. Mannschaft 1:2

zulic nermin (FCA) 16.08.2016

Der FCA verliert das Auftaktspiel nach einer guten Leistung unglücklich mit 1:2.

Der Start in die Meisterschaft ist der Mannschaft leider nicht optimal gelungen. Nach einer guten und kämpferischen Leistung kassiert die Mannschaft von Roy Lanz und Michael Bracher den Gegentreffer erst in der Nachspielzeit. Der Gegner nimmt die 3 Punkte etwas glücklich, aber nicht ganz unverdient mit nach Oberburg.

Der Beginn in das Spiel stimmte zuversichtlich. Obwohl der FCA das erste Mal in dieser Formation zusammenspielte, wirkte die Mannschaft in der Startphase sicher, zirkulierte den Ball gut in den eigenen Reihen und erarbeitete sich gleich mehrere gute Torchancen. So war es Picci Luca, der den Ball in der 10 Spielminute sehenswert an den Pfosten zirkelte. Danach hatte Aeschlimann Patrick gleich mehrere gute Torchancen, welche er sich jeweils gut erarbeitete, danach aber zu ungenau abschloss. Der Gegner aus Oberburg spielte gut mit. Das Spiel fand phasenweise vor allem im Mittelfeld statt, wo sich die Mannschaften neutralisierten. Dennoch war es der FCA, der in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel hatte und dem Gegner sowohl läuferisch, als auch spielerisch überlegen war und gleich mehrere sehr gute Torchancen erarbeiteten konnte. Einzig die Chancenauswertung liess noch zu wünschen übrig. Die Mannschaft spürte aber, dass gegen diesen Gegner etwas drin liegt und wollte es in der zweiten Halbzeit auch zeigen.

Dies gelang gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit leichter als erwartetet. Mathys Adrian war es, der unmittelbar nach dem Anpfiff im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht wurde. Emin Brkic übernahm die Verantwortung und verwertete den Strafstoss souverän zur 1:0 Führung. Nun versuchte die Mannschaft des FCA alles klar zu machen und wollte gleich mit einem zweiten Treffer nachlegen. Mit schönen Spielzüge gelang es dem FCA immer wieder, bis in den gegnerischen Strafraum durchzuspielen und sich gute Chancen zu erarbeiten. Dennoch wollte der zweite Treffer nicht fallen. Der Gegner aus Oberburg konnte sich jeweils mit schnellen Kontern und einfachen Spielzüge aus der eigenen Platzhälfte befreien. Nach ca. 20 gespielten Spielminuten der zweiten Halbzeit war es dann Oberburg, der mehr Zweikämpfe gewinnen konnte und ein paar Mal gefährlich vors Tor kam. Die Abwehr des FCA wirkte auf einmal nicht mehr so abgeklärt und sicher, wie noch zuvor. Die Spieler verursachten auch viele unnötige Fouls, welche aus dem Halbfeld gefährlich vors Tor der Aarwanger geschlagen wurden. So viel auch der erste Gegentreffer. Eine Hereingabe vom gegnerischen Spieler fand den Weg unberührt ins lange Eck von Wyss Patrick. Oberburg zeigte dem FCA was Chancenauswertung bedeutet! Nach dem Gegentreffer fand der FCA wieder etwas besser ins Spiel. Es gelang, eine Art Druckphase zu entwickeln und drückte den Gegner in die eigene Platzhälfte. Oberburg begnügte sich nun aufs Kontern und überliess das Spielgeschehen im Mittelfeld komplett den Aarwangern. Etliche gute Spielzüge des FCA führten zwar immer wieder zu Eckbällen, Freistössen etc., etwas Zwingendes resultierte jedoch nicht. Erwähnenswert ist einzig ein guter Schuss von Schütz Marco aus 11 Metern, welchen der gegnerische Goalie mirakulös parierte. In der Endphase riskierte die Mannschaft des FCA nochmals alles. Nach gefühlt zwanzigstem Eckball rückten fasst alle Spieler in den gegnerischen Strafraum und lauerten auf den „lucky punch“. Dieses Risiko zahlte sich jedoch nicht aus. Vielmehr wurden die Aarwanger in der Nachspielzeit gnadenlos ausgekontert, sodass der zurückgeeilte Schütz Marco sich nur noch mit einem Foul helfen wusste. Es kam, wie es kommen muss. Die Oberburger verwerteten die Hereingabe mit einem Kopfball in der 92. Minute und gingen als Sieger vom Platz.

Der grosse Aufwand und der Mut der Aarwanger haben sich leider nicht ausbezahlt. Man kann auch von Unvermögen sprechen, wenn derart klare Torchancen nicht verwertetet werden. Man muss dennoch anerkennen, dass der Gegner aus Oberburg zwar weniger vom Spiel hatte, defensiv dennoch mit einem guten Torhüter bis zum Schluss entgegenhielt und offensiv ihre Chancen eiskalt verwerteten. Zuversichtlich stimmt, dass der FCA als Aufsteiger mit einer etablierten Drittligamannschaft nicht nur mithalten, sondern diese phasenweise dominieren konnte. Insbesondere an der Effizienz müssen die Aarwanger aber noch arbeiten, damit solche Spiele viel früher entschieden werden können. Die nächste Gelegenheit bietet sich nächsten Samstag in Utzenstorf.

Hubel: 50 Zuschauer

FCA: Wyss, Schütz Timo, Jenzer, Zulic, Schütz Manuel (Niederhauser), Schütz Marco, Brkic, Mathys, Müller Emmanuel (Müller Michael), Äschlimann (Kummer), Picci Luca